Dragon Fly KK13 Drohne im Test: Foto, Video, Flugverhalten, Reichweite und Aufnahmen

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Spaßfaktor
Flugverhalten
Materialqualität
Aufnahmequalität
Preis-Leistung
Gesamtbewertung 4,2/5

In diesem Testbericht stelle ich euch die Dragon Fly KK13 Drohne vor. Die neue Drohne vom Hersteller Dragon Fly ist erst kürzlich auf den Markt gekommen.

Wir haben die faltbare Drohne im Testbericht genau unter die Lupe genommen und herausgefunden was das Modell für gerade einmal 179,- Euro leistet.

Lieferumfang der Dragon Fly KK13 Drohne

Im Lieferumfang ist enthalten:

Lieferumfang des Modells

  • ein KK13 Quadrocopter
  • Fernsteuerung
  • 7,6 Volt 3000 mAh Akku
  • USB-Ladekabel
  • Ersatzpropellerset
  • Handbuch in englischer Sprache
  • Schraubendreher für die Montage

Es hat uns zudem sehr gut gefallen das außerdem eine Tasche beiliegt. Das ist bei Konkurrenzmodellen in dieser Preisklasse nicht die Regel. Selbst eine DJI Mavic Mini hat in der Standard Ausführung keine Tasche und kostet deutlich mehr als die Dragon Fly KK13.

Die technischen Details der Dragon Fly KK13

Das Alleinstellungsmerkmal dieser Drohne ist ganz klar ihr 170° zwei Achsen Gimbal. Dadurch das dieses Gimbal 170° schwenkbar ist kann man es bis zum Anschlag nach oben oder unten drehen und somit senkrecht filmen. Vom Design her erinnert die Dragon Fly KK13 sehr an eine Parrot Anafi.

Die Dragon Fly KK13 Drohne hat folgende Merkmale:

  • GPS
  • faltbares Design
  • Bildauflösung:  2592*1520 oder 3840*2160
  • Videoauflösung: 2592*1920 mit 25 Fps und 1280*720 während der Übertragung
  • Format: MP4/H.264 und JPEG
  • LCD Display für die Fernsteuerung
  • Waypoint Flight, Rotate, Active Track, FPV
  • 25 Minuten Flugzeit (im Praxistest)
  • 6 Stunden Ladezeit
  • 3000mAh Lithium Ionen Akku
  • WLAN Frequenz: 2,4GHz, vier Kanäle
  • Reichweite: 1200 Meter (Steuerung), 700 Meter HD Live-Übertragung
  • maximale Flughöhe: 150 Meter
  • maximale Geschwindigkeit: 30 Km/h
  • Gewicht: 450g (mit Batterie)

Durch das Gewicht fällt die Drohne in die Klasse C1 der Drohnenverordnung. Hier findest du eine Übersicht worauf zu achten ist.

Die Sensorik der Drohne

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sensorik. Dieses Modell hat einen Optical Flow Sensor für die Hinderniss Erkennung und außerdem das GPS System. Dadurch ist es der Drohne möglich ruhig in der Luft stehenzubleiben ohne manuelles tarieren des Kopters.

Wie schon beim Test zum Flugverhalten erwähnt steht dieses Modell sehr sicher in der Luft.

Man darf sich nicht zu sehr auf die verbaute Sensorik verlassen, gerade bei schlechten Lichtverhältnissen oder gar in der Dunkelheit kommt der Optical Flow Sensor schnell an seine Grenzen.

Ansonsten gibt es leider nichts weiter zur Sensorik zu sagen. Ultraschallsensoren wären für Indoor-Flüge wünschenswert gewesen. Jedoch kann man diese bei einem Modell für weniger als 200 Euro auch nicht voraussetzen.

Flugverhalten und Reichweite im Test

Beim Flugverhalten überrascht uns diese günstige Drohne mit guter Stabilität im Wind und einem gut ausbalancierten Verhältnis aus Beschleunigung und Geschwindigkeit. Einziger Nachteil ist die geringe Höchstgeschwindigkeit von nur 30 Km/h.

Die KK13 hat sich im Flugtest als widerstandsfähig erwiesen. Man sollte sie allerdings nicht im Regen fliegen da der Hersteller angiebt, das die Drohne nicht dafür geeignet sei.

Unserer Meinung nach kann die Drohne ein wenig Regen oder Nebel wegstecken, im Fall das man zum Beispiel vom Regen überrascht wird.

Wind ist jedoch kein Problem für diese Drohne, sie bleibt auch bei etwas stärkerem Wind von mehr als 20 Km/h gut in der Luft stehen.

Außerdem gibt es einen Anfänger-Modus in der App. Mit diesem wird die maximale Reichweite auf 50 Meter begrenzt, man kann maximal 10 Meter hochfliegen und der Headless Modus ist automatisch aktiv. Somit ist diese Einstellungsmöglichkeit ideal um das Fliegen mit einer Drohne zu erlernen.

fliegende KK13

Fernsteuerung im Überblick

Die Fernsteuerung ist sehr einfach gehalten. Kommt jedoch mit einem kleinen LCD Display.

An diesem Display lässt sich der aktuelle Ladezustand, die Verbindungsqualität der Fernsteuerung zur Drohne und GPS, sowie den aktuellen Flugmodus mit Geschwindigkeit ablesen.

Display der Fernsteuerung

Die Reichweite und Batterie

Die Dragon Fly KK13 hat für ein Modell dieser Preisklasse mit einer Sendeleistung von gerade einmal 18 dBm für den 2,4GHz Bereich eine sehr hohe Reichweite. Diese kommt dadurch das an der Fernsteuerung zwei Antennen verbaut sind. Man kann diese zwar nicht Ausrichten aber man hat dadurch trotzdem eine wesentlich bessere Reichweite als ohne.

Dragon Fly gibt an das die Drohne eine Reichweite von 1200 Metern hat. Das konnten wir in unserem Praxistest leider nicht bestätigen da in Deutschland die Drohnenverordnung gilt.

Somit konnten wir nur in Sichtweite fliegen. Das hat aber gut funktioniert, auch eine Höhe von 100 Metern war ohne Probleme zu erreichen und selbst in dieser Höhe konnte der Wind wenig ausrichten.

Bei einer Distanz von 300 Metern hatten wir noch immer eine Live-Übertragung. Auch wenn schon dort das ein oder andere Fragment auf dem Display zu sehen war.

Es gibt zudem einen weiteren Wermutstropfen. Die Drohne hat leider nur 2,4GHz und das auf gerade einmal 4 Kanälen. Was bedeutet das die Drohne bei Interferenzen mit anderen WLAN Netzwerken nicht viele Ausweichmöglichkeiten besitzt. Dies kann zu einer deutlich geringeren Reichweite führen und ist nicht zu unterschätzen, wenn man dieses Modell in der Stadt fliegen möchte.

Video- und Fotoaufnahmen der Drohne

Die Aufnahmen sind dank des Gimbals nicht zu sehr verwackelt. Einzig beim Starten der Drohne ist uns aufgefallen, dass die Aufnahme ziemlich arg wacklig ist. Sobald die Drohne allerdings einige Zentimeter vom Boden entfernt ist und erfolgreich gestartet ist beruhigt sich dieser Effekt sehr und man hat eine recht stabile Aufnahme.

Es handelt sich hier aber lediglich um ein zwei Achsen Gimbal! Mit einem dreiachsigen Gimbal wäre der Effekt nochmal stabiler und würde selbst beim Start und Landevorgang, sowie in Kurven oder beim Schwenkvorgang des Gimbals stets ein ruhiges und stabiles Bild liefern.

Dieses zwei Achsen Gimbal verwackelt hier und da allerdings ein wenig. Dieses Verwackeln tritt wie gesagt nur beim Schwenken und Start- sowie Landevorgang auf.

Bei ausgedehnten Videoaufnahmen während eines Drohnenfluges wird man mit dem ein oder anderen Wackler leben müssen.

Die Videoqualität könnte mit einer Bitrate von nur 10 Mbit/s auch besser sein, auch wenn die Kamera natürlich trotzdem durch ihre hohe Auflösung von 2,7K punktet. Das findet man in diesem Preisbereich nicht so oft. Hier ein Screenshot aus der Videoaufnahme, der ist natürlich für die Website komprimiert und sieht in der Realität besser aus. Man kann jedoch erkennen worauf ich mit der niedrigen Bitrate hinaus möchte:

Screenshot der Videoaufnahme

Die Videoübertragung hingegen ist ausgewogener in Sachen Bitrate und Auflösung. Allerdings lediglich in 1280*720. Man kann diese Übertragungen in der App außerdem abspeichern, allerdings nur während einer Videoaufnahme. Die Aufnahme wird dann direkt exportiert und man kann sich das Video auf dem Handy anschauen, jedoch nur in HD Qualität.

Außerdem gibt es ein Problem mit der Kamera bei Kälte. Wir sind im Praxistest bei um die 0°C geflogen, teilweise auch minus ein bis zwei Grad und die Drohne an sich hat Top funktioniert. Es waren bei der Kälte nach einigen Minuten Flugzeit farbige Fragmente auf der Live-Übertragung und auch in der fertigen Aufnahme zu sehen.

Bildfehler durch Kälte

Die Kamera scheint also bei Kälte nicht einwandfrei zu funktionieren und deshalb ist die Drohne ungeeignet für Temperaturen von weniger als 0 °C.

Fazit und Vergleich mit der Parrot Anafi

Das Modell ist eine gute Einsteigerdrohne. Sie bietet für einen geringen Preis allerlei technische Besonderheiten, welche man auch bei teuren Modellen findet. Auch wenn die Technik nicht so gut implementiert ist braucht sich die Drohne nicht zu verstecken.

Hier ein kleiner Vergleich mit der Parrot Anafi Drohne:

ModellDragon Fly KK13Parrot Anafi
Sensorik Optical FlowOptical Flow, Ultraschall
PositionierungGPS/GLONASSGPS/GLONASS
Höchstgeschwindigkeit30 Km/h55 Km/h
Größe177x90x55mm, gefaltet
177x196x70mm, entfaltet
94x152x72mm, gefaltet 153x152x116mm, entfaltet
Gewicht450g400g
Flugzeit25 Minuten25 Minuten
Fotoaufnahmen2592×1520
3840×2160, JPEG
5344×4016
4508×3456
Videoaufnahmen2,7K - 5MP in 2592×19204K, 21 MP in 5344×4016/24p
3840×2160/24,25,30p
1920×1080/60p
Bildstabilisierungzwei Achsen Gimbalsystem
170° schwenkbar
drei Achsen Gimbalsystem
180° schwenkbar
KontrollmodiSmartphone
Fernsteuerung
Gesten
Smartphone
Fernsteuerung
Frequenz2,4 GHz, 4 Kanäle2,4 Ghz und 5Ghz
Reichweite2000 Meter Fernteuerung
700 Meter Live-Übertragung
4000 Meter Fernsteuerung
1000 Meter Live Übertragung
Preis179,- Euro579,- Euro

Vergleichsbild mit Parrot
Sie kann in Sachen Bildqualität und Sensorik selbstverständlich nicht mit teuren Modellen wie einer Parrot Anafi oder einer Mavic mithalten. Aber sie bietet einen guten Einstieg in die Welt der Drohnen und ist ein guter Allrounder für wenig Geld.

Was uns beim Test gestört hat, war die geringe Qualität der Aufnahmen. Wir glauben, dass eine geringere Auflösung mit höherer Bitrate besser gewesen wäre als auf 2,7K bzw. 4K zu setzen. Das hat der Marketing-Chef bei Dragon Fly wahrscheinlich anders gesehen.

Nichtsdestotrotz sind die Aufnahmen durch das zwei Achsen Gimbalsystem gut stabilisiert und machen einen passablen Eindruck. Für Profis oder Enthusiasten wird die Kamera allerdings nicht das Richtige sein.

Da die Drohne bereits ab 179,- Euro erhältlich ist, kann man mit diesem Modell eigentlich nur wenig falsch machen. Für Einsteiger ist die Drohne definitiv einen Blick wert – zumindest in Sachen Flugspaß. Einzig die Aufnahmen der Kamera sind zu kritisieren. Gemessen am Preis-/Leistungsverhältnis sind die Aufnahmen in Ordnung und stechen die Konkurrenz in Sachen Auflösung und Bildstabilisierung weitestgehend aus.

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