UPair One 4k Drohne im Test: Reichweite, Flugverhalten, Akkulaufzeit, Foto- und Videoqualität

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Spaßfaktor
Flugverhalten
Materialqualität
Aufnahmequalität
Preis-Leistung
Gesamtbewertung 4,7/5

Die UPAIR One Plus 4k Drohne ist eine sehr preisgünstige Drohne mit Kamera die nicht nur gute Videos machen soll, sondern über zahlreiche Funktionen verfügt. Sie soll mindestens genauso gut sein wie die von uns getestet DJI Phantom 3 Professionel.

Ob die UPAIR tatsächlich mit DJI mithalten kann, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Praxistest.

 

Flugverhalten und Flugfunktionen

Die Drohne sieht der Phantom 3 Reihe von DJI sehr ähnlich. Sowohl die äußere Form als auch das verwendete Material (Plastik) ist identisch mit unserer Phantom 3 Pro.

Die Propeller der UpAir passen sogar auf DJI-Drohnen drauf.

Die geteste Drohne liegt unglaublich entspannt und stabil in der Luft, sodass wir uns direkt vom ersten Flug an sehr sicher im Umgang mit der UPAIR 4k gefühlt haben.

Die maximale Fluggeschwindigkeit beträgt 50km/h und es gibt keinen Sportmodus wie z.B. bei der Spark, Mavic oder Phantom 4.

Die Fernsteuerung funktioniert einwandfrei und es gibt keinerlei Verzögerung wie dies manchmal bei der Typhoon Q500 4k der Fall ist. Der Quadrokopter setzt sofort das um was man ihm über die Fernbedienung auf den Weg gibt.

Der Hersteller hat eine maximale Reichweite von 1km als Entfernung angegeben. Dieser Wert wurde jedoch unter Idealbedingungen erreicht. Wir konnten in unserem Reichweitentest ohne Probleme eine Strecke von 400m vom Ausgangsort entfernt zurücklegen, ohne dass es dabei Unterbrechungen im Signal auf dem Smartphone oder der Fernsteuerung gab.

Der 7 Zoll LED Screen auf der Fernsteuerung ist einfach und übersichtlich gestaltet. Jedoch muss man bei etwas stärkerer Sonneneinstrahlung aufpassen, da dann die Lichtstärke nicht ausreicht um ein kräftiges Bild sicherzustellen. Kurzum die Investition in einen Sonnenschutz für die Fernbedienung lohnt sich!

 

Um die Drohne zu fliegen ist keine Registrierung notwendig oder der Download einer App die am Ende ein paar Mal während des Fluges abstützen kann. Dies ist ein ganz klarer Vorteil gegenüber einer DJI Drohne. Die Fernbedienung und die Drohne anschalten und schon kann es losgehen.

Die Verbindung zwischen den Geräten wird automatisch hergestellt und funktionierte in unserem Test einwandfrei. Natürlich kommt es darauf an, ob ihr die Drohne mit einer Fernbedienung kauft die einen eigenen Bildschirm hat oder für die Steuerung per App ausgelegt ist.

Auf das Handy wird ein Livestream mit 720P also im HD-Format übertragen, der sehr dynamisch und ohne große Verzögerungen stattfindet.

Insgesamt konnten wir eine Flugzeit von knapp 17,5 Minuten mit einer vollen Akkuladung in der Luft bleiben. Da dieser Wert vergleichbar mit der DJI Spark ist, finden wir das der 5400mAh Akku gute Arbeit leistet. Dennoch ist es nicht verkehrt einen Zusatzakku, der übrigens für nicht mal 30€ auf Amazon zu haben ist, direkt beim Kauf in den Warenkorb zu legen.

Wenn der Drohnen Akku einmal leer ist, dauert es ca. 90 Minuten bis dieser wieder vollständig aufgeladen ist.

Die Drohne steht unglaublich entspannt in der Luft und auch stärkere Windböen können dem Quadrokopter nichts anhaben. Das automatische Starten und Landen funktioniert einfach und ohne weitere Probleme.

Im Headless Modus fliegt die Drohne immer genau in die Richtung die ihr über die Fernsteuerung eingebt. Wenn die Drohne also mit dem Rücken zu euch steht und ihr drückt nach Norden, dann fliegt die Drohne auch Richtung Norden, egal welche Seite der Drohne Richtung Norden zeigt. Diesen Modus empfehle ich jedoch keinen Anfängern, sondern erfordert einige Flugerfahrung.

Die Automaische Höhenstabilisierung funktioniert wirklich TOP, da die Drohne ohne weiteres an der Stelle stehen bleibt wenn ich über die Fernsteuerung nichts weiter auf den Weg gebe.

Die Return-to-Home Funktion leistet gute Arbeit und die Drohne kommt ca. 0,5m vom Ausgangspunkt entfernt zum Landen.  Um die Drohne zurück zu holen, muss einfach der linke hintere Schalter an der Fernsteuerung betätigt werden. Die UPair kommt dann automatisch an Hand des GPS-Signals zum Startpunkt zurück.

Eine weitere Sicherheitsfunktion ist die automatische Einleitung des Landeanfluges bei niedrigem Batteriestand. Dies ist ein tolles Feature und kann besonders Anfänger vor einem Absturz bewahren.

Foto- und Videoqualität

An der Drohne hängt eine UPair Actioncam die entweder im 4k oder 2,7k Format gekauft werden kann. Der Unterschied liegt dabei hin der Qualität als auch im Preis. Die 4k Version der Drohne kostet ca. 339€ und die 2,7k Version 299€. Aus meiner Sicht sind die 40 Euro Aufpreis an dieser Stelle gut investiertes Geld, da sich der Unterschied doch deutlich auf einem großen Fernseher bemerkbar macht.

In Ultra-HD, also mit einer Auflösung von 3840×2160 Pixel kann mit bis zu 30 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden. Die Bilder sehen sehr dynamisch und kontrastreich aus. Auch die Tiefenschärfe und die Detailtreue gefallen mir gut. Die 2,3‘‘ CMOS Linse fängt das Licht sogar bei dunklen Lichtverhältnissen gut ein und zaubert ein starkes Bild.

Fototest Upair Drohne

Der 9 Achsen Gyro sorgt für ein ruckelfreies Bild und stets stabiles Bild während dem Fliegen. Einziges Manko ist an dieser Stelle, dass die Filmaufnahme bei schnellen Richtungswechseln manchmal etwas verwackelt sein kann. Sonst leistet aber der Gyrosensor wirklich gute Arbeit!

Im 2,7k Modus sind ebenfalls 30 FPS möglich, bei Full-HD sogar bis zu 60 Bilder pro Sekunde. Die Videos werden im MP4 oder MOV Format aufgenommen. Die Drohne unterstützt SD-Karten bis zu einer Größe von 32GB, leider keine 64GB oder größere Speicherkarten. Die Videoqualität würde ich zwischen der Phantom 3 Standard und der 3 Professionel einordnen. Die Qualität ist sehr gut, jedoch ist das Gimbal nicht vergleichbar mit einer DJI-Drohne.

Upair 4k Drohne Fototest

Fotos können mit 16 MP und einer und einer Auflösung von 5120×3840 Pixel im JPG-Format geschossen werden. Leider bietet UPair keine Möglichkeit RAW-Fotos aufzunehmen um diese im Nachhinein am PC zu bearbeiten. Hierbei muss man sich mit JPG genügen (dennoch tolle Fotos!).

Upair 4k Fotopraxistest

Die Qualität der Fotos in Summe ist sehr gut, jedoch im Vergleich mit der Phantom 3 Professionell als Referenzmodell nicht ganz vergleichbar. Gerade die Ecken sind bei starker Vergrößerung nicht ganz so scharf und detailreich, dennoch für einen Anfängerpiloten absolut ausreichend.

UPair App zur Steuerung mit dem Smartphone

Wenn du die Drohne mit einer App steuern willst, statt dem Screen auf der Fernsteuerung ist das natürlich auch möglich. Die App ist sowohl bei Android als auch bei IOS kostenlos downloadbar.

Die App ist sehr einfach und übersichtlich gehalten, jedoch leider nur in der englischen Sprache verfügbar. Dennoch ist die Bedienung kein großes, wenn man sich ein mal reingefuchst hat geht alles wie von selbst. Die App bietet alle nur erdenklichen Funktionen und ist ähnlich der DJI Go App aufgebaut.

Das Wifi-Passwort ist in der Bedienungsanleitung nirgendwo vermerkt, sodass ich lang gesucht habe. Dieses lautet 12341234 und muss bei der Verbindung mit dem Wifi auf dem Handy eingegeben werden.

Für Neueinsteiger gibt es sogar Video Tutorials, die z.B. zeigen wie die Kalibrierung der Fernsteuerung und der Drohne selbst funktioniert. Links unten gibt es einen klassischen Kartenausschnitt von Google Maps und direkt daneben die Fronttalgeschwindigkeit, Steiggeschwindigkeit und die Spannung des Akkus.

Die Akkuspannung ist besonders im Flug bei kälteren Temperaturen wichtig, da sich hierbei der Akku schneller entlädt als sonst.

An der rechten Seite finden wir, wie gewohnt, den Einstellungsknopf, Foto- und Videoknopf als auch die Möglichkeit den Beginner Modus Ein- und Auszuschalten.

Am oberen Ende des Bildschirmenes sehen wir außerdem die Flugdistanz, also wie weit sich die Drohne von uns entfernt befindet und die Flughöhe.

Die App ist in unserem Test nie abgestürzt, weder während des Fliegens noch beim Starten.

Fazit zur Drohne

Die UPair 4k Drohne ist eine sehr preisgünstige Drohne, die sowohl Neuanfänger als auch erfahrene Piloten begeistern kann.

Ich finde die Foto- und Videoaufnahmen wirklich genial und die verbaute Technik ist für den Preis auf jeden Fall ein sehr guter Deal!

Das einzige das ich zu bemängeln hätte, wäre der etwas lichtschwache Bildschirm auf der Fernsteuerung und die Flugzeit von „nur“ 17,5 Minuten unter Voll-Last.

Für diese Drohne kann ich eine ganz klare Kaufempfehlung aussprechen und jedem Hobbypiloten ans Herz legen der für den kleinen Geldbeutel das maximale an Technik haben will!

Derzeit gibt es die Drohne sehr günstig auf Amazon zu kaufen (Klick!).

P.S.: Testvideo folgt zeitnah, wird gerade geschnitten 🙂

2 KOMMENTARE

  1. Hallo, sehr guter Test der Drohne (vom mir ***** Sterne).
    Werde mir die Drohne UPAir ONE Plus 4K bei AMAZON Kaufen.
    Sie schreiben: „Dennoch ist es nicht verkehrt einen Zusatzakku, der übrigens für nicht mal 30€ auf Amazon zu haben ist“. Ich habe nur einen Akku für ca. 80,00€ gesehen.
    Wo fine ich den Akku für ca. 30,00€?

    Immer wieder gerne auf Ihrer Seie verbleibe ich
    MFG
    Peter Kubica

    • Hallo Peter,

      den Akku gibt es leider nicht mehr für 30€.

      Das war anscheinend ein zeitlich begrenztes Angebot.

      Sonnige Grüße,
      Marcel

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