Holy Stone Drohne im Praxistest: Flugverhalten, Reichweite, Foto- und Videoqualität

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Spaßfaktor
Flugverhalten
Materialqualität
Aufnahmequalität
Preis-Leistung
Gesamtbewertung 4,5/5

Mit der HS100 GPS bringt Holy Stone eine neue Drohne für den Privaten Gebrauch im Mittelpreissegment auf den Markt. Holy Stone, eher bekannt als günstiger Hersteller aus China will mit Ihrer HS100 GPS damit in Sachen Qualität neue Maßstäbe setzen.

Datenblatt:

  • Spannweite: 50 x 55 x 17,5 cm
  • Gewicht: 750g
  • Flugzeit: 10-12 min
  • Akkukapazität: 2.500mAh
  • Ladezeit: ca. 4-6 Stunden
  • Arbeitsfrequenz: 2,5GHz
  • Reichweite 150 Meter
  • Kameraauflösung: 720p (HDReady)

Akkuleistung und Flugzeit

Nach vergleichsweise etwas längerer Ladezeit (In unserem Test ca. 3,5 Stunden) können wir den Test beginnen. Im ersten Praxistest begeistert der Akku mit ca. 11,5 Minuten Flugzeit bei ziemlich milden Wetterbedingungen, bei weiteren Test‘s zeichnete sich eine durchschnittliche Flugzeit zwischen 10 und 11 Minuten ab.

Großer Vorteil des Akkus ist, dass er mit dem Mitgelieferten USB-Kabel auch im Auto oder unterwegs an einer Power-Bank geladen werden kann, so kann man auch auf einem Campingausflug öfter fliegen. Um die vergleichsweise lange Ladedauer auszugleichen empfehlen wir gleich einen Austauschakku mit zu bestellen, den gibt es für sehr günstige 35 Euro auf Amazon.

Durch Einschalten des Akkus zeigen grüne LEDs wie hoch der Akkustand zum jeweiligen Zeitpunkt ist.

Bedienung des Quadrokopters

Als Fernbedienung fungiert ein Smartphone mithilfe einer App, man kann die Drohne vollständig von der App aus steuern.

Doch für das richtige „Piloten-Feeling“ sorgt natürlich nur die mitgelieferte Fernbedienung, welche via USB-Kabel mit dem Smartphone verbunden wird.

In der App finden wir alle Flugrelevanten Werte wie Höhe, Akkustand Fernbedienung + Drohne, Stärke des GPS-Signals und Geschwindigkeit.

Ebenfalls in der App finden wir den Follow-Me Modus, indem euch die Drohne automatisch folgt, den VR-Modus, sowie das automatische Starten und Landen.

Vor allem für Verblüffung sorgte bei uns der VR-Modus, den man besser im sitzen nutzen sollte (Empfehlung der Redaktion).

Die Bedienung via Fernbedienung ist schnell zu begreifen und die Fernbedienung an sich ist sehr übersichtlich gestaltet.

Spätestens nach dem ersten Flug hat man sich an die Bedienung gewöhnt und kann voll loslegen. Die Bildübertragung von der Drohne zum Smartphone funktioniert bei uns ohne Abbrüche auch bei Flugdistanzen über 100m und einer guten Bildqualität (720p Übertragung).

Flugverhalten und Funktionen

Spätestens hier überzeugt die Drohne endgültig, trotz mäßigem Wind steht die Drohne dank GPS stabil in der Luft und lässt sich sehr Präzise steuern, die Empfindlichkeit der Fernbedienung ist einstellbar, sodass man sie perfekt zwischen geschmeidigen Landschafts-Filmen und Actiongeladenen Motocross-Aufnahmen anpassen kann.

Ebenso schafft es die Drohne damit für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen interessant zu sein, da man mit weniger empfindlichen Einstellungen sehr gut lernen kann, sich an das Flugverhalten der Drohne zu gewöhnen, sowie auf empfindlichen Einstellungen schon sehr zackige Kurven Fliegen kann.

Praktisch ist außerdem die Follow-Me-Funktion, bei der euch die Drohne auf Knopfdruck via GPS folgt. Damit könnt ihr euch voll auf euch und eure Mission konzentrieren, und könnt euch trotzdem sicher sein, dass ihr nicht aus dem Bild fallt, das klappt theoretisch sogar Freihändig.

Vor allem interessant für Anfänger ist jedoch die One-Key Start und Landefunktion, wodurch jegliche Startschwierigkeiten sowie teure Bruchlandungen vermieden werden, man sollte dabei allerdings darauf achten, dass der Boden gerade und frei von Hindernissen ist.

Zu guter Letzt: der Headless-Modus, ebenso gerade praktisch für Anfänger der Modus in dem die Drohne unabhängig von ihrer Stellung in der Luft immer „in Blickrichtung gesteuert werden kann“.

Gerade bei starker Sonneneinstrahlung kann man bei den Symmetrischen Quadrocoptern schwierig sagen wo vorn und hinten ist, und bei blendenden Sonnenstrahlen vor der Kameralinse fällt dem ein oder anderen die Steuerung nach Live-Bild auch recht schwer, damit ist dank dieses Modus Schluss, denn egal wie oft ihr sich die Drohne um die eigene Achse drehen lasst, dort wo ihr hinschaut ist vorn, und so könnt ihr sie auch steuern.

Kamera der Drohne

Mit der Verbauten 720p HDReady Kamera lassen sich dank 120° Weitwinkel Objektiv wunderbare Szenen einfangen, zu sehr aufs Detail sollte man jedoch nicht achten, wer erwartet aus 100m höhe Marienkäfer auf der Wiese zählen zu können sollte lieber zu einem (wesentlich teureren) Modell mit 4K-Kamera greifen.

Doch für Landschaftsbilder oder Hobby-Filmer reicht die Auflösung voll und ganz, Farben werden kräftig eingefangen und durch den verbauten Weitwinkel geht auch nichts verloren.

Die Drohne besitzt an der Rückseite der Kamera einen kleinen Schlitz wo die SD-Karte eingesetzt werden kann.

Es werden Karten bis zu einer Größe von 64Gb unterstützt.

Design und Materialqualität

In schlichtem Schwarz gehalten macht die Drohne einen sehr schicken Eindruck, die rundlichen Formen und geschwungenen Linien erinnern einige aus der Redaktion scherzhaft an den Jaguar D-Type.

Sie macht allen in allem einen sehr stabilen Eindruck, Rotorenschützer sowie robuste Standbeine. Die Kamera ist etwas ungewohnt in einer Art Kugel verpackt, findet sich aber dadurch sehr gut ins übrige Design ein.

Alles in allem erinnert das Design doch sehr an die Typhoon Q500 4k unserem Preis-Leistungssieger im Drohnentest.

Fazit zur Einsteigerdrohne

Holy Stone hat mit der HS100 GPS definitiv den Durchbruch ins qualitativ hochwertige Mittelpreissegment geschafft.

Die Drohne glänzt mit einem riesigen Funktionsumfang, robuster Bauweise, sehr guten Flugeigenschaften und einem schicken Design, einzige Abstriche sind die etwas geringere Kameraauflösung im Vergleich zur Konkurrenz, und die lange Akkuladedauer, was aber durch sehr günstige Ersatzakkus eigentlich wieder wettgemacht werden kann.

Die Drohne gibt es derzeit sehr günstig auf Amazon zu kaufen (Klick!).

Gerade für Anfänger oder Hobby-Piloten ist die Drohne sehr zu empfehlen. Wer jedoch wöchentlich fliegen möchte und professionelle Videos plant, sollte sich mal die Spark, Mavic Pro, Mavic Air oder die Phantom 4 anschauen.

Als letzter Hinweis: Die Drohne ist schwerer als 250g, damit muss sie mit eurem Namen und Adresse gekennzeichnet werden, ebenso solltet ihr vor Anschaffung klären ob eure Haftpflichtversicherung Schäden durch Drohnen abdeckt.

P.S.: Drohnentestvideo folgt zeitnah!

2 KOMMENTARE

  1. Hallo, habe zur der Drohne folgende Frage. Die Kamera stellt sich anfangs ja selbständig ein und schwrnkt um 180*, kann man diese Bewegung auch während des Fluges auslösen? Wenn ja wie? Danke im voraus.

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