FIMI PALM im Test: Foto, Video, Akkulaufzeit, Preisvergleich

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Der neue Kamera – Handheld Gimbal mit 1080p oder auch 4K Auflösung und einer 128° Weitwinkel-Linse kommt demnächst auf den Markt.

Ich konnte das Produkt vom Hersteller schon vorzeitig testen und zeige euch hier was das Produkt in der Praxis taugt.

Zunächst macht das leichte kompakte Design einen sehr hochwertigen Eindruck, der 3 Achsen Stabilisator ist stabil und hilft in bemerkenswerter Art und Weise dabei die Bilder möglichst wackelfrei aufnehmen zu können.

Zusätzlich kommt der FIMI Handheld mit einer drahtlosen Verbindungsmöglichkeit daher. Über Bluetooth oder WLAN ist eine drahtlose Datenübertragung mit einer App möglich.

Die App wird auf dem eigenen Smartphone installiert und ermöglicht neben Steuerung und Übertragung der FIMI PALM auch eine einfache Vorschau und sogar die Bearbeitung des Filmmaterials.

Kamera und Bildqualität

Mithilfe des 128° Weitwinkel Objektives, entstehen Bilder mit einem größeren Sichtfeld, was wiederum besser zum Blickwinkel des menschlichen Auges passt.

Durch den größeren Blickwinkel kann die Kamera viel mehr auf einem Bild darstellen als herkömmliche Fotokameras (etwa nur 80°) und wird durch die gimbale Kamerastabilistation unglaublich stabil.

Dadurch sind auch bei holpriger Fahrt aufnahmen wie mit Stativ möglich.
Der FIMI Palm, wie der Name Handheld nahelegt, ist ziemlich kompakt und leicht. Das Produkt wiegt gerade einmal 119 Gramm, in etwa soviel wie ein Smartphone bei den Maßen:

Länge : 3,05 cm
Breite : 2,27cm
Höhe : 12,70cm

Das Gerät sieht dabei sehr hochwertig Verarbeitet aus und besitzt neben der guten Haptik auch sinnvoll verteilte Tasten mit angenehmen Druckpunkt.

Das Display misst immerhin 1,2 Zoll und nimmt damit in etwa ein Drittel des Platzes auf dem Kamera-Stock ein.

Die Kamera wird durch das Drei Achsen Gimbal System auf mechanischen Kardanring festgehalten und es kommt selbst bei dynamischen Echtzeitaufnahmen zu bedeutend stabileren Aufnahmen als bei einer optischen oder einer elektronischen Bildstabilisierung.

Die Kamera selbst hingegen kann Videos entweder in 1080p mit 120 Bilder pro Sekunde 4K mit 30FPS aufnehmen. 4k 60fps sind beim Fimi Palm leider nicht möglich. Was gerade bei sehr dynamischen Aufnahmebedingungen ein Nachteil ist. Wer dies unbedingt braucht, muss auf den DJI Osmo Action zurückgreifen.

Der Handheld-Gimbal besitzt außerdem einen 12 Megapixel 1/2,3“ CMOS Sensor, als Kameraobjektiv. Die Bildqualität hingegen kann sich bei einer Videobitrate von 100Mbps bei 4K Auflösung sehen lassen und liegt in dieser Hinsicht mit der Konkurrenz auf einer Wellenlänge.

Durch das kleine Objektiv sind Aufnahmen bei Dunkelheit eher schwierig und mit Vorsicht zu genießen.

Die Mikrofone wurden etwas ungeschickt platziert, ein Mikrofon befindet sich an der rechten Seite, relativ mittig und das andere Mikrofon sitzt nah an der Steuerung, so dass es beim halten des Geräts leicht dazu kommt das die Mikrofone bedeckt sind.

Ärgerlich, aber diesen Fehler haben schon eine Reihe anderer Handhelden gemacht.

Andererseits bietet der FIMI Palm einen externen 3,5 mm Klinke Port und ist darüber für Klinkenmikrofone ansprechbar. Das erweitert die Möglichkeiten der Audioaufnahme und man braucht keine teuren Adapter mehr. Wie zuletzt bei DJI Osmo Action für knapp zwanzig Euro oder bei Go Pro für mehr als siebzig Euro. Für mich ein weiteres Argument für den neuen FIMI Palm.

Die Aufnahmemodi des Gimbal Systems

Auch in den verschiedenen Fotomodi muss sich die FIMI Palm nicht verstecken. Neben dem „normalen“ Modus gibt es die vier kardanischen Modi:

  • FPV Modus, für sehr dynamische und schnelle Aufnahmen
  • Der Folgen Modus, welcher auf die Active Track Funktion der Kamera zurückgreift und im Prinzip nichts anderes als eine Gesichtserkennung ist.
  • Den Pitch Lock Modus, gedacht für horizontale Aufnahmen, in diesem Modus wird nur die vertikale Beweglichkeit der Kamera komplett verhindert, super für Schwenkaufnahmen durch den Raum Beispielsweise.
  • Full Lock Mode, wie Pitch Lock nur eben „Full“ und somit ändert sich die Perspektive nicht durch eine angepasste Neigung der Kamera oder ähnliches.

Außerdem gibt es eine Vielzahl von Effekten und Übergängen im Story Modus. Im Story Modus können entweder manuell oder automatisch Effekte, wie z.B. für den Übergang oder einen Fischaugeneffekt eingefügt werden.

In der Praxis habe ich den Active Track Modus ausprobiert und den FPV Modus, beides hat sehr gut funktioniert. Allerdings gibt es beim Active Track Modus Verbesserungspotential den die Active Track Funktion der Kamera verliert bei schneller Bewegung öfter mal das Ziel „aus den Augen“. Das war Schade. Anonsten bin ich persönlich gerade von den fertigen Filtern und Effekten aus dem Story Modus positiv überrascht.

Die fertigen Filter sehen überrraschend gut aus und auch die Effekte machen etwas her. Nicht zu viel erwarten, aber für den Einsteiger und seine Freunde ein durchaus sinnvolles Gadget um die Fotodaten direkt und vollautomatisch in Momente umzuwandeln.

Akku und Schnittstellen

Die Kapazität des Akkus ist eher durchschnittlich und beträgt 1000mAh. Dies reicht für  circa vier Stunden Material in 1080p oder zwei Stunden in 4K. Die Akkulaufzeit liegt durch Stromsparfunktionen des FIMI Palm damit im oberen Mittelfeld.

Die Bedienung erfolgt über einen 5 Wege Joystick, welcher sich direkt unter dem Display befindet. Rechts neben dem Joystick befindet sich nur der Power Button.

Für bessere

Laden lässt sich der FIMI Palm über USB-C und er verfügt für die Speicherung der Daten über einen einfachen Micro SD Kartenslot. Eine SD Karte ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten.

Neben USB C und Mirco SD bietet der FIMI Palm auch die Möglichkeit mit dem Handy „gepaired“ zu werden. Das funktioniert über eine App von FIMI. Die Verbindung zwischen Handheld und Smartphone wird dabei wahlweise über Bluetooth oder WiFi hergestellt.

Fazit

Ohne den Vergleich mit dem DJI Osmo geht es nicht. Der FIMI Palm bietet bei etwa halbem Preis Features, an welche beim DJI Osmo nicht zu denken ist. Einziges Manko des FIMI Palm ist das „nur“ 4K mit 30FPS möglich sind und nicht zu vergessen ist auch, dass GoPro und DJI Osmo Action wasserdicht sind. Der FIMI Palm hingegen nicht, somit ist er auch nichts die für Tauchern und Wasserratten unter euch

Darunter leiden vor allem schnelle, dynamische Aufnahmen. Ansonsten ist der FIMI Palm eine starke Konkurrenz zum DJI Osmo und für manche mit Sicherheit auch eine preiswerte Alternative.

Das Testvideo folgt sobald ich Zeit finde dieses zu schneiden 🙂

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