DJI FPV Drohne Test: 140 km/h Max-Speed, Reichweite und Flugzeit

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Spaßfaktor
Flugverhalten
Materialqualität
Aufnahmequalität
Preis-Leistung
Gesamtbewertung 4,9/5

Mittlerweile ist es schon einen Monat her, dass DJI eine neue Drohne veröffentlicht hat. Es handelt sich hierbei um ein ganz besonderes Modell, da die Drohnen erster Linie für den Flug in First-Person-View (FPV) entwickelt worden ist.

Seit einigen Jahren ist der Marktführer DJI der bekannteste Hersteller im Drohnensektor. Er setzt immer neue Standards, an denen sich auch andere Hersteller orientieren um mithalten zu können. Die Marktdominanz von DJI sorgt auch dafür, dass deren Produktportfolio stetig erweitert wird.

So war es nur eine Frage der Zeit, bis DJI auch bei den FPV-Drohnen neue Standards setzt. In der Tat ist das Modell bei weitem besser geeignet, als die meisten FPV Drohnen die es von anderen Marken im Angebot gibt. Die Vielfältigkeit der Funktionen ist überwältigend, leider auch der Preis, doch dazu später mehr.

In diesem Beitrag bekommt ihr alle wichtigen Infos zur DJI FPV Drohne, wie ihr sie am besten steuert, den Features/Funktionen und was die wesentlichen Unterschiede zu den bisherigen Drohnen von DJI sind.

Technische Fakten zur DJI FPV

FPV Racing ist bereits seit einigen Jahren im Trend. Dank moderner Videotechnik und Übertragungssystemen ist es nämlich seit geraumer Zeit möglich, sich direkt in die Perspektive der Drohne zu begeben und über die Eindrücke der Kamera die Umgebung wahrzunehmen. Natürlich sind diese Drohnen besonders schnell und wendig.

Die Technik der FPV Drohnen wurde in den letzten Jahren immer besser und so entstanden viele rasante und spektakuläre Aufnahmen von den Drohnenracings. Da die Modelle jedoch so klein sind und auch nicht zu viel Gewicht mit auf die Waage bringen dürfen, wurden dementsprechend nur kleine Akkus verbaut. Dadurch bestand das Hauptproblem der Racingdrohnen darin, dass die Modelle sehr kurze Akkulaufzeiten hatten, in der Regel unter 5 Minuten.

Auch erfordert die Steuerung von FPV-Drohnen ein gehöriges Maß an Übung, da es normalerweise keine flugunterstützenden Systeme gibt.

DJI hat hier die Kernprobleme erkannt und bereits vor Jahren erste FPV Utensilien wie die DJI Goggle herausgebracht. Der Hersteller hat mit der Zeit immer mehr Erfahrung im FPV Bereich gesammelt und nun ein komplett neues System entwickelt, das in einem Modell integriert ist und einige Probleme der gängigen FPV Drohnen beseitigt hat.

Bedienung der Drohne

Wie von DJI gewohnt, wird diese Drohne ebenfalls über euer Smartphone und einem Controller gesteuert. Als FPV Brille ist im Lieferumfang die DJI Goggle V2 mit dabei.

Die beiden Bildschirme innerhalb der FPV Brille machen den Eindruck, dass ihr selbst im Cockpit der Drohne sitzt und sie von dort aus steuert.

Zusätzlich werden hier auch weitere Daten mit in das Livebild integriert, wie zum Beispiel aktuelle Flugdaten oder der Homepoint.

Wie bereits erwähnt ist das Fliegen mit einer FPV Drohne nicht ganz so einfach wie ihr es vielleicht bisher gewohnt seid. Für viele Leute ist das ein Hindernis überhaupt mit dem FPV-Fliegen zu starten. Das ist ein gängiges Problem, doch DJI hat es als solches erkannt und bietet mit dem neuen Modell umfangreiche Hilfestellungen hierzu. Beispielsweise gibt es einen Flugsimulator, mit dem ihr üben könnt, ohne dass ihr einen Crash und damit eine Beschädigung der Drohne riskieren müsst.

Dafür wird die DJI Fly App benötigt, die viele von euch sicherlich schon auf dem Smartphone installiert haben. Falls nicht, dann solltet ihr das tun, danach könnt ihr die Fly App mit eurer Goggle Videobrille verbinden und virtuelle Flüge durchführen. Dadurch bekommt ihr irgendwann ein gutes Fluggefühl und könnt das FPV Fliegen ohne zusätzliche Flughilfe bzw. -unterstützung erlernen.

Ihr müsst 3 Geräte miteinander verbinden, dafür müsst ihr zunächst den Controller, dann die Videobrille und die Drohne einschalten. Die Reihenfolge ist dabei egal, hauptsache die Geräte werden nacheinander eingeschalten.

Eine Sache die ihr noch wissen müsst: Es gibt 3 unterschiedliche Flugmodi (N, S und M). Nach dem Einschalten, ist die FPV Drohne immer im Modus N. Sie kann dann auch ohne die FPV Brille gesteuert werden.

Die verschiedenen Flugmodi im Überblick:

Im normalen Modus (N) ist die maximale Fluggeschwindigkeit der FPV DJI Drohne auf 54 Kilometer pro Stunde begrenzt, außerdem gibt es eine Hinderniserkennung für den vorderen und den hinteren Bereich, welche dann aktiviert ist.

Wollt ihr im Sportmodus (S) fliegen, ist lediglich die Hinderniserkennung nach unten in Betrieb und die Fluggeschwindigkeit auf maximal 97 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Natürlich gibt es auch noch den manuellen Modus (M), hier schafft die FPV Drohne satte 140 Kilometer pro Stunde! Wir empfehlen diesen Modus nur geübten Drohnenpiloten.
Im M-Modus könnt ihr die Vorzüge einer klassischen FPV-Flugdrohne mit einer extrem hohen Wendigkeit genießen. Die Assistenzsysteme sind hierbei alle ausgeschaltet.

Videobrille und Steuergefühl

Das Bild innerhalb der Videobrille ist 810p und bietet damit ein scharfes Bild und sehr hochwertiges Flugerlebnis. Kommt es allerdings zu Übertragungsfehlern oder ist der Lichteinfall zu dunkel, kann es passieren dass das Bild etwas verpixelt.

Jedoch hat sich DJI zumindest für den Fall einer fehlerhaften Übertragung so abgesichert, dass die DJI FPV eine Programmierung besitzt, die bei Verlust von Datenströmen zuerst das äußere Bild unscharf macht und das innere Sichtfeld auf dem euer Hauptfokus liegt, klar bleibt. Übertragungsfehler haben alle Übertragungssysteme sämtlicher FPV DJI Drohnen und das ist auch normal. Doch DJI hat eine clevere Lösung gefunden!

Controller

Den Controller finden wir ziemlich cool, er hat die Form eines typischen Spielecontrollers und liegt dadurch auch perfekt in der Hand.

Wir empfehlen euch vor dem ersten Flug mit der Videobrille, euch alle Tasten sehr gut einzuprägen. Denn während des Fliegens könnt ihr die Brille schlecht abnehmen und jedes mal nachschauen, welche Taste für welche Funktion ist.

Insgesamt fühlt sich die Steuerung mit dem Joystick sehr gut an, sie reagiert für unseren Geschmack etwas zu hart, aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich daran.

Vor- und Nachteile der DJI FPV Racing Drohne

Natürlich bekommt ihr von uns wie immer einen groben Überblick zu allen Vor- und Nachteilen der DJI FPV Racing Drohne:

Vorteile:

  • Sehr schnelle Racing-Drohne – schafft 140 km/h
  • Super für Anfänger geeignet (S- und N-Modus)
  • Dank der Flugassistenten idealer Einstieg in das FPV-Racing
  • Integrierter Flugsimulator zum Training
  • Auch für Profis im manuellen Modus (M)
  • Bis zu 20 Minuten Flugzeit!
  • Besitzt eine Reichweite bis zu 10 km (FCC) und 6 km (CE)
  • Hochwertige Kamera mit 1/2.3-CMOS-Bildsensor
  • Aufnahme-Videoauflösung: 4K bei 60 Bildern pro Sekunde

Nachteile:

  • Es wird eine Versicherung benötigt

Fazit

Wer von euch noch den Einstieg in das FPV Drohnen Racing sucht, ist mit der DJI FPV Drohne auf jeden Fall gut bedient. Aufgrund der vielfältigen Funktionen,
der Flugmodi und der Flugbereitschaft, ist die DJI FPV besonders für Benutzer geeignet, dich sich langsam herantasten möchten.

Aber auch Profis finden in der
DJI FPV die Erfüllung ihrer Träume, was das Drohnen-Racing betrifft. Im manuellen Modus gibt die Drohne alles her was man sich von einem Racing-Modell wünscht.
So schafft sie bis zu 140 Kilometer pro Stunde in diesem Modus und scharfe Kurvenflüge sowie akrobatische Stunts sind möglich.

Letztendlich ist das aber noch nicht alles, sie eignet sich dank hochwertiger Kameraauflösung auch super für 4K Videos im Format mit 60 Bildern pro Sekunde.
Man muss hierbei aber auch erwähnen, dass die verfügbaren Kameraeinstellungen natürlich nicht auf dem Niveau einer reinen Videodrohne sind.

Sie eignet sich zwar
für grundlegende Videoaufnahmen, ist jedoch in erster Linie für das FPV Racing konzipiert und in dieser Kategorie steht sie im Vergleich zur Konkurrenz auch super da und bringt viele Innovationen mit.

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